Zentrum für multimodale Schmerztherapie2020-09-04T11:16:16+02:00

Kontakt

Schmerzteam Birgitta Pieper, Bettina Trost, Manuela Krancioch-Schütt

Öffnungszeiten
Mo. – Fr.: 09:00 – 12:30 Uhr

Standort Schützenstraße 9

Telefon 02304 – 202-250
E-Mail MMST@marien-kh.de

Zentrum für Multimodale Schmerztherapie

Hilfe für Patienten mit chronischen Schmerzen

Lebensqualität verbessern, Arbeitsfähigkeit erhalten oder wiedergewinnen: Das Zentrum für Multimodale Schmerztherapie am Marienkrankenhaus Schwerte unterstützt und behandelt Patienten, die als austherapiert gelten und weiterhin unter Schmerzen leiden. Die multimodale Schmerztherapie behandelt chronische Schmerzen mithilfe unterschiedlicher therapeutischer Disziplinen gleichzeitig und inhaltlich eng aufeinander abgestimmt: Das behandelnde Team besteht aus Ärzten, Psychologen, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Pflegekräften. Es behandelt gemeinsam sämtliche Facetten der Schmerzentstehung und der Symptome. Im Mittelpunkt steht dabei das Bio-Psycho-Soziale Modell des Schmerzes: Wir vermitteln Ihnen Strategien der Schmerzbewältigung. So verbessern Sie Ihre Lebensqualität und Aktivität, insbesondere aber die Arbeitsfähigkeit.

Chronische und akute Schmerzen sind grundsätzlich zu unterscheiden. Akute Schmerzen haben meist eine klare Ursache und sind ein wichtiges Warnsignal unseres Körpers. Sie schützen vor Verletzungen und warnen vor Erkrankungen. Chronische Schmerzen hingegen haben diese Warnfunktion verloren. Wie ein „blinder Alarm“ weisen sie nur scheinbar auf eine Gefahr hin. Sie werden durch viele Faktoren aufrechterhalten, die sich wie in einem Teufelskreislauf wechselseitig verstärken. Chronische Schmerzen bedürfen daher einer umfassenden Therapie.

Tagesklinik

Eine Schmerz-Tagesklinik ist eine spezielle Form einer Schmerzklinik, von denen es in Deutschland nur wenige gibt. Die Schmerz-Tagesklinik ist ein Bindeglied zwischen Schmerzambulanz und Schmerzklinik und richtet sich an Schmerzpatienten, die mobil sind und in räumlicher Nähe zur Tagesklinik wohnen.

Die Besonderheit besteht darin, dass die Patienten sich tagsüber – zwischen 8.30 und 16.00 Uhr – zur Behandlung in der Klinik aufhalten, abends aber in das häusliche Umfeld zurückkehren. Auch hier besteht das Therapieprogramm aus medizinischen, aus bewegungstherapeutischen und aus schmerz-psychotherapeutischen Bausteinen. Die Behandlung erfolgt über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen, überwiegend in festen Gruppen mit sechs bis acht Patienten.

Voraussetzungen für eine Behandlung

Folgende Voraussetzungen sollten vorliegen, um eine multimodale Schmerztherapie in unserer Tagesklinik durchzuführen:

  • chronische Schmerzen über mehr als sechs Monate mit deutlicher Beeinträchtigung der Alltagsfunktionen durch den Schmerz
  • es besteht keine körperliche oder seelische Erkrankung, die zunächst einer anderen spezifischen Diagnostik oder Behandlung bedarf (zum Beispiel Frakturen, schwere Suchterkrankung)
  • unimodale Behandlungen haben bisher keinen ausreichenden Effekt erzielt
  • die/der Patient/in ist körperlich und kognitiv in der Lage, an den Therapien teilzunehmen (zum Beispiel sollte eine Gehstrecke von 500 Meter absolviert werden können)
  • die/der Patient/in ist ausreichend motiviert, an einem Gruppentherapieprogramm mit bewegungs- und psychotherapeutischen Schwerpunkt teilzunehmen

Therapiebausteine – auf Sie zugeschnitten

Die medizinische Behandlung in der Tagesklinik erfolgt im Rahmen eines bio-psycho-sozialen Konzeptes des chronischen Schmerzes. Alle diagnostischen und therapeutischen Verfahren werden in einem multimodalen Behandlungsplan aufeinander abgestimmt und integriert. Durch eine umfangreiche Informationsvermittlung fördern wir die Eigenkompetenz im Umgang mit der Erkrankung. Wesentliche Therapieverfahren sind unter anderem

  • problemzentrierte therapeutische Gespräche
  • diagnostische und therapeutische Regionalanästhesieverfahren
  • Leitung und Koordination der Behandlung
  • Patienteninformation über Unterschiede von akutem und chronischem Schmerz, Funktion des schmerzverarbeitenden Nervensystems, Grundlagen der medikamentösen Behandlung, Aufbau und Zielsetzung der einzelnen Therapiebausteine

Offene interdisziplinäre Schmerzkonferenz

Einmal im Monat bietet das Zentrum für Multimodale Schmerztherapie unter der gemeinsamen wissenschaftlichen Leitung von Dr. Matthias Heintz und Dr. Thorsten Winter, Schmerzzentrum Schwerte, Facharzt für Anästhesiologie, in Form eines kollegialen Dialogs mit anderen Medizinern eine offene Schmerzkonferenz an.

  • Patientenvorstellung
    Ohne Anmeldung können während der Sprechstunde problematische Schmerzfälle diskutiert werden, um geeignete Behandlungen zu besprechen. Der Vorteil ist, dass durch den interdisziplinären Ansatz Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen (Medizin, Psychotherapie, Physiotherapie, Pflege) zusammen kommen und die entsprechende Fachexpertise zugunsten der Patienten genutzt werden kann.
  • Fort- und Weiterbildung
    Die Schmerzsprechstunde wird zudem zur Fortbildung genutzt. Regelmäßig werden interne und externe Referenten eingeladen, um über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren.

Die Teilnahme an der Schmerzkonferenz wird von der Ärztekammer Westfalen-Lippe anerkannt und mit 5 Punkten zertifiziert.

Termin:
Jeden zweiten Donnerstag im Monat, 18 bis 21 Uhr

Ort:
Marienkrankenhaus Schwerte, Schützenstraße 9, 58239 Schwerte, Versammlungsraum Westfalenhalle

Anmeldung:
Zentrum für Mulitimodale Schmerztherapie
Schützenstraße 9
58239 Schwerte
Tel. 02304-202250
Mail: MMST@marien-kh.de

Leitender Arzt Dr. Matthias Heintz

Facharzt für Anästhesiologie

Zusatzbezeichnung: Intensivmedizin, spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin, Notfallmedizin, ärztliches Qualitätsmanagement, ABS-Experte
Zertifikate: Akupunktur Diplom, Psychosomatische Grundversorgung, BWL im Krankenhaus
Weiterbildungsbefugnis:  Spezielle Schmerztherapie 12 Monate

Mitgliedschaften:

DGS: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin,

DSG: Deutsche Schmerzgesellschaft,

BVSD: Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland ,

BDA:  Berufsverband Deutscher Anästhesisten

Informationsblätter

Im Folgenden finden Sie unsere Informationsfaltblätter zum Download.

Filme über das Zentrum für Multimodale Schmerztherapie

Die Filme informieren über das Zentrum, stellen das Team sowie Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten vor.

Unser Leistungsspektrum im Zentrum für Multimodale Schmerztherapie umfasst

  • Im Gespräch mit Ihnen und mit Hilfe einer interdisziplinären Diagnostik entschlüsseln wir unklare Schmerzbilder. Mit diesem Wissen entwickelt unser eng zusammenarbeitendes Team einen Therapieplan für Sie. Die Behandlung erfolgt stationär ganztags in Kleingruppen sowie in regelmäßigen Einzeltherapien durch die jeweiligen Therapeuten. Tägliche Teambesprechungen steuern und koordinieren den Therapieverlauf. Individuelle Heimprogramme helfen bei der Umsetzung des Erlernten im Alltag.

  • Problemzentrierte therapeutische Gespräche

  • Festlegen eines individuellen Therapieplans sowie tägliche Sprechstunden und Visiten durch ärztliches Fachpersonal und speziell ausgebildete Fachpflegekräfte

  • Medikamentöse Therapie (Neueinstellung der Medikamenteneinnahme; Reduktion, Ausschleichen oder Entzug von Medikamenten)

  • Leitung und Koordination der Behandlung

Zweitmeinung

Da gesetzlich Versicherte ihren Arzt frei wählen können, ist es unproblematisch, bei Behandlungen einen weiteren Mediziner zu Rate zu ziehen. Wer von uns eine Zweitmeinung einholen möchte, sollte zunächst den behandelnden Arzt darüber informieren und zu diesem Zweck um Aushändigung von Berichten, Laborwerten und Ergebnissen von Röntgenunter­suchungen bitten. Einen Sprechstunden­termin können Sie im Sekretariat vereinbaren.

Zentrum für Multimodale Schmerztherapie

Schmerzteam Birgitta Pieper, Bettina Trost, Manuela Krancioch-Schütt

Öffnungszeiten
Mo. – Fr.: 09:00 – 12:30 Uhr

Standort Schützenstraße 9

Telefon 02304 – 202-250
E-Mail MMST@marien-kh.de

NOTFALL

Zentrale Notaufnahme
Standort Goethestraße

02304 109-0

Zentrale Notaufnahme
Schützenstraße

02304 202-138