„Kein Geld. Keine Versorgung“

Mit einer symbolischen Schließung des Haupteingangs beteiligt sich das Marienkrankenhaus Schwerte am Freitag, 12. Juni 2026, von 11 bis 13 Uhr am bundesweiten Aktionstag „Kein Geld. Keine Versorgung.“.

Die Aktion macht auf die zunehmend kritische wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser aufmerksam und richtet sich gegen das Gesetz des Bundes zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung und den damit verbundenen finanziellen Kürzungen. Während des Aktionszeitraums wird der Haupteingang des Krankenhauses symbolisch abgesperrt. Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher werden über alternative Zugänge ins Haus geleitet. Die medizinische Versorgung und der Klinikbetrieb laufen uneingeschränkt weiter.

Mit der bundesweiten Aktion wollen die Krankenhäuser verdeutlichen, welche Folgen eine unzureichende Finanzierung für die Gesundheitsversorgung haben kann. Die symbolische Schließung steht für das, was droht, wenn Krankenhäuser dauerhaft finanzielle Mittel entzogen werden: längere Wege, längere Wartezeiten und eine zunehmende Gefährdung einer wohnortnahen Versorgung.

„Unsere Mitarbeitenden leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesundheitsversorgung der Menschen hier in Ort. Dafür brauchen sie verlässliche Rahmenbedingungen und eine Finanzierung, die die tatsächlichen Kosten der Versorgung abbildet“, erklärt Henning Eichhorst, CEO der Paulus Gesellschaft.

Die geplanten Kürzungen würden die Kliniken hart treffen. Zusammen mit dem Wegfall geplanter Ausgleichszahlungen würden bundesweit Milliardenbeträge entzogen. Viele Kliniken befinden sich bereits heute in einer wirtschaftlich angespannten Lage. „Die Diskussion um Krankenhausfinanzierung ist keine Frage von Bilanzen, sondern eine Frage der Versorgungssicherheit. Wenn Krankenhäuser dauerhaft unterfinanziert werden, hat das direkte Auswirkungen auf die Menschen, die auf medizinische Hilfe angewiesen sind“, verweist Christoph Rzisnik, CFO der Paulus Gesellschaft, auf die Tragweite der Kürzungen.

Der Aktionstag findet zeitgleich in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg statt. Ziel ist es, Politik und Öffentlichkeit auf die Herausforderungen aufmerksam zu machen, vor denen die Krankenhäuser stehen. Marienkrankenhaus-Geschäftsführer Patrick Kruscha: „Unser Anspruch ist es, auch künftig eine hochwertige, wohnortnahe und verlässliche Versorgung sicherzustellen. Damit das gelingt, benötigen Krankenhäuser eine nachhaltige und auskömmliche Finanzierung. Die Politik muss jetzt die richtigen Weichen stellen.“

 

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