Paintracker macht Schmerzen sichtbar

Paintracker macht Schmerzen sichtbar

(6.7.2018) Schmerzen sind das, was Patienten als Schmerz individuell und subjektiv empfinden – abhängig von einer komplexen Wechselwirkung zwischen biologisch-neuronalen, psychischen und sozialen Faktoren. Da fängt das Problem an…

Um eine geeignete Behandlungsform zu entwickeln, setzt die Multimodale Schmerztherapie des Marienkrankenhauses in der Schützenstraße auf eine umfassende Anamnese. „Im Gespräch mit den Patienten und mit Hilfe unserer interdisziplinären Diagnostik entschlüsseln wir unklare Schmerzbilder. Mit diesem Wissen entwickelt das Team dann einen Therapieplan“, erklärt Dr. Matthias Heintz.
Unterstützung erfährt das Team dabei nun vom „Paintracker“. Mit Hilfe des Geräts lässt sich das Schmerzempfinden objektivieren, die Schmerzempfindlichkeit), die bei chronischen Schmerzpatienten grundsätzlich erniedrigt ist, darstellen.
Bei den Patienten werden Stimulationselektroden unterhalb des  Außenknöchels  und die EMG-Ableitungselektrode am Oberschenkel angebracht. Alle 8-10 Sekunden erfolgt eine elektrische Stimulation. Die Reflexantwort wird abgeleitet und in einem Verlaufsdiagramm dargestellt. Niedrige Schwellenwerte  sind ein Indiz für eine zentrale Sensitivierung, hohe Werte sind ein Hinweis für eine  erhöhte subjektive Schmerzempfindlichkeit.
Der Paintracker hilft jedoch nicht nur bei der Diagnose. „Das Gerät eignet sich auch dazu, die Erfolge der Behandlung zu dokumentieren.“ Das schafft bei positiven Verläufen zudem eine zusätzliche Motivation für die Patienten, die in der Regel von einer jahrelangen Schmerzgeschichte verfolgt werden, bei der Therapie am Ball zu bleiben.
Die stationäre Behandlung in der Klinik dauert in der Regel drei Wochen. „Unsere Patienten haben eine jahrelange Schmerz- und Behandlungsgeschichte hinter sich. Durch unseren multimodalen Behandlungsansatz gibt es aber dennoch Möglichkeiten, die Beschwerden in den Griff zu bekommen und die Lebensqualität der Betroffenen wieder herzustellen oder deutlich zu verbessern“, erklärt Dr. Heintz.

2018-07-26T14:17:06+02:00
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