Ethikkomitee

Um Antworten auf ethische Fragen zu finden, wurde im Marienkrankenhaus Schwerte im Januar 2000 ein interdisziplinär zusammengesetztes Ethikkomitee gegründet.
Zum Ethikkomitee gehören immer die Geschäftsführung, die Pflegedienstleitung, die ärztliche Leitung, Seelsorger(in) und ein(e) Jurist(in). Neben Mitarbeiter/innen des Krankenhauses können externe Personen aufgrund ihrer Qualifikation und Verbundenheit zum Krankenhaus ausgewählt werden.

  • Auseinandersetzung mit ethischen Fragen des klinischen Alltags
  • Förderung der ethischen Kultur im Marienkrankenhaus
  • Bietet Mitarbeiter/innen die Möglichkeit, eine Orientierungshilfe für die eigene Entscheidung einzuholen
  • Ergebnis-Diskussion der „Ethischen Fallbesprechungen“, die zu konkreten Fragestellungen stattfanden

Vorsitzender des Ethikkomitees ist Dr. Alfons Drüke, Leitender Arzt der Klinik für Innere Medizin.

Ethische Fallbesprechung

Die ethische Fallbesprechung erfolgt nur auf Antrag eines Mitarbeiters, eines Angehörigen oder eines Patienten.

  • Sie soll möglichst zeitnah innerhalb von 48 Stunden stattfinden
  • Alle am Problemfall Beteiligten sollten (gleichberechtigt) an dem Gespräch teilnehmen (Ärzte, Pflegekräfte, Angehörige)
  • Die ethische Fallbesprechung gibt eine Handlungsempfehlung, die Entscheidung trägt anschließend der Arzt
  • Die ethische Fallbesprechung ist ein systematischer Versuch, innerhalb eines begrenzten Zeitraumes zu einer ethisch am besten begründeten Entscheidung zu gelangen.

Das Gespräch wird unter Einbeziehung aller Beteiligter von einem Moderator strukturiert und geleitet. Dabei zählen vier Prinzipien:

  1. Respektiere den Willen des Patienten: Prinzip der Autonomie
  2. Sind die Handlungen zum Nutzen des Patienten: Prinzip des Wohltuns
  3. Folgen aus den Handlungen für den Patienten keine Schäden:  Nicht-Schadens-Prinzip
  4. Werden die Handlungen den Werten aller Betroffener gerecht: Prinzip der Gerechtigkeit