Herzwoche vom 5.-8. November

(2.11.2018) Das Herz rast, kalter Schweiß bricht aus, das Luftholen fällt schwer. „Vorhofflimmern kann diese Symptome auslösen. Es ist mit Abstand die häufigste Herzrhythmusstörung. 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden darunter. Vorhofflimmern ist also fast eine Volkskrankheit“, sagt Dr. Alfons Drüke, Kardiologe und Leitender Arzt im Marienkrankenhaus Schwerte.
Um auf die Krankheit aufmerksam zu machen, beteiligt sich die Klinik von Montag, 5. November, bis Donnerstag, 8. November, an der Herzwoche der Deutschen Herzstiftung, inzwischen zum 20. Mal.
Vier bis sechs Liter Blut pumpt das Herz jede Minute durch den Körper, rund sieben Tonnen Blut pro Tag. Dafür zieht sich der Herzmuskel 60- bis 90-mal in jeder Minute zusammen und entspannt sich wieder. Der natürliche Schrittmacher des Herzens, der Sinusknoten, gibt den Takt vor, regt den Herzmuskel regelmäßig mit einem kleinen Stromstoß an. „Ist dieser Sinusrhythmus gestört, sprechen wir von einer Herzrhythmusstörung“, erklärt Oberarzt Dr. Andreas Kusber.
Um die Angst vor der Erkrankung zu nehmen, seien Informationskampagnen wie die Herzwoche wichtig, betont Dr. Drüke. Denn Herzrhythmusstörungen können auch etwas ganz Normales sein. Das Herz fast jedes Menschen schlägt irgendwann unregelmäßig. Ob dies harmlos oder lebensbedrohlich ist, kann nur ein Kardiologe entscheiden. „Herzrhythmusstörungen sind keine eigene Erkrankung. Vielmehr treten sie meist als Folge von Herzkrankheiten wie Bluthochdruck auf. Aber auch Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion oder Übergewicht können das Herz außer Takt geraten lassen.“
Montag, 5. November, und Mittwoch, 7. November, messen Mitarbeiter des Sanitätshauses BRANDvital, Mitarbeiterinnen des Marienkrankenhaus-Labors sowie am Mittwoch Vertreter der IKKclassic Blutdruck, Venendruck, Blutzucker, BMI und Cholesterin – kostenlos von 9 bis 15 Uhr in der Eingangshalle der Klinik in der Goethestraße.
Einen Auffrischungskursus in Herz-Lungen-Wiederbelebung findet am Donnerstag, 8. November, ab 16 Uhr in der Cafeteria der Klinik in der Goethestraße statt. Interessenten werden von Mitarbeitern des Malteser Hilfsdienstes sowie Marienkrankenhaus-Ärzten der Klinik für Innere Medizin sowie der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin geschult.
Um 18.30 Uhr laden Donnerstag, 8. November, Dr. Pia Heinze, niedergelassene Kardiologin, Dr. Alfons Drüke, Dr. Andreas Kusber und Dr. Ulrich Franken, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin in der Schützenstraße, zum Vortrag „Herz außer Takt“ ein. In der Cafeteria des Krankenhauses in der Goethestraße werden dann Ursachen  der Rhythmusstörungen erläutert und Therapiemöglichkeiten vorgestellt.