Bariatrische und metabolische Chirurgie

Hilfe und Unterstützung für stark Übergewichtige: Adipositas-Expertin Dr. Anke Rosenthal aus Berlin eröffnete am 1. Juli in der Schwerter Praxis von Dr. Dietmar Hüwel und Dr. Susanne Woort einen weiteren Standort ihres Medizinischen Versorgungszentrums und kooperiert mit der Chirurgie des Marienkrankenhaus Schwerte.

Kontakt

Bettina Haschke

Standort Goethestraße 19
Tel. 02304-109-1024
FAX 02304-109-550
viszeral-und-gefaesschirurgie@marien-kh.de

Chefarzt Dr. Bertram Wagner
Dr. Wagner

Während in der Praxis die konservative Adipositas-Behandlung und die Nachsorge organisiert werden, erfolgen im Marienkrankenhaus notwendige bariatrische Operationen ebenso wie die nach starkem Gewichtsverlust gewünschten Eingriffe zur Anpassung der Körperform. Denn wenn konservative Behandlungsstrategien nicht den erhofften Erfolg bringen, ist eine Operation in den meisten Fällen alternativlos.

Mit der Zusammenarbeit freuen wir uns, unseren Patienten eine lückenlose Versorgungskette anbieten und die medizinische Versorgung von adipösen Patienten verbessern zu können. Schließlich bedeutet starkes Übergewicht für die Betroffenen Einschränkung der Lebensqualität und die Verkürzung der zu erwartenden Lebensdauer um durchschnittlich zehn Jahre.
Unser Zentrum für Adipositaschirurgie zeichnet sich dadurch aus, dass standardisiert verschiedene Operationsmethoden angeboten werden. Ob Magenbypass, Schlauchmagen oder Omega Mini Bypass – es gilt, in enger Abstimmung mit den Patienten die individuell beste Behandlungsmöglichkeit und -methode zu wählen.
Betroffene Patienten stellen sich bitte zunächst im Medizinischen Versorgungszentrum vor

Dr. Anke Rosenthal, Dr. Dietmar Hüwel und Dr. Susanne Woort

Poststraße 1; 58239 Schwerte; 0 23 04-1 76 04

In der Praxis werden die Patienten aufgenommen und mit ihnen ein strukturiertes Vor- und Nachsorgeprogramm entwickelt -abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse und Notwendigkeiten. Bausteine bestehend aus medizinischer Begleitung, Einbindung von Diätassistenz, psychologischer Betreuung und einer Sporttherapie gewährleisten eine optimale Vorbereitung auf eventuell notwendige Operationen. Die Anmeldung des Eingriffs erfolgt durch die Praxis.

Leistungsspektrum

Operationsmethoden
Standard in der Medizin sind im Wesentlichen drei Operationsmethoden. Neben dem Schlauchmagen (bzw. dem Sleeve) sind dies der Magenbypass und der Omega Bypass. Das Magenband wird im Marienkrankenhaus nur bei einer sehr kleinen Gruppe von Patienten mit sehr bestimmten Indikationen verwendet. Die Operationen bringen nur kleinste Verletzungen von Haut und Gewebe mit sich. Damit bietet die sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie Patienten ein deutlich größeres Maß an Sicherheit. Auch die Zahl der Komplikationen und die Dauer eines Eingriffes haben sich durch die minimalinvasive Vorgehensweise deutlich verringert.

Magenbypass
Bei einem Magenbypass wird der Eingangsbereich des Magens vom Restmagen getrennt. An diesen sehr kleinen Magenanteil schließen die Ärzte eine Dünndarmschlinge an. Mit diesem kleinen Magenanteil können Patienten nur eine erheblich reduzierte, aber immer ausreichende Menge an Nahrung aufnehmen. Es stellt sich ein rasches Sättigungsgefühl ein, und auch der Hunger wird weitgehend unterdrückt.
Die operativen Veränderungen am Dünndarm führen dazu, dass über eine längere Strecke keine Verdauung stattfindet, da sich die Verdauungssäfte erst relativ weit entfernt vom Magen mit der Speise mischen und dort die Verdauung einsetzt. Insgesamt können also weniger Nahrung aufgenommen und weniger Nährstoffe aus der Nahrung abgebaut werden. Das Ergebnis ist eine nachhaltige Gewichtsreduktion. Diese ist stärker ausgeprägt als bei der Schlauchmagenoperation. Nach dieser Operation müssen einige Vitamine und Salze lebenslang zusätzlich eingenommen werden.

Schlauchmagenbildung
Bei der Schlauchmagenoperation, die seit dem Jahr 2000 als eigenständiger Eingriff gilt, wird ein großer Teil des Magens abgetrennt und aus dem Körper entfernt. Inzwischen hat diese Operation weltweit große Akzeptanz erfahren, wobei jedoch die Nachbeobachtungszeit insgesamt noch recht kurz ist. Es gibt Patienten, die nach der Schlauchmagenoperation weniger Gewicht verlieren als erwartet oder gewünscht. Bei diesen Patienten kann mithilfe einer zweiten Operation zusätzlich ein Bypass angelegt werden. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber sind jedoch noch nicht ausreichend, insbesondere da in den ersten Jahren mit dieser Technik vor allem auch extrem schwere Patienten (Body-Mass-Index über 60 kg/m²) operiert wurden.
Ein Vorteil des Schlauchmagens ist hingegen, dass die Speise den natürlichen Weg durch den Körper nimmt und eine zusätzliche, regelmäßige Einnahme von Vitaminen und Salzen normalerweise nicht erforderlich ist.

Omega-Bypass/Mini Bypass
Der Omega-Bypass stellt eine neue Variante des sogenannten Y-Roux-Magenbypass dar. Die Magentasche ist schmal und länger als beim normalen Bypass. Durch das Hochziehen des Dünndarmes wie bei einem Omega wird während des Eingriffes nur eine einzige Neuverbindung innerhalb des Magens hergestellt.

Plastisch-chirurgische Eingriffe
Der Fachbereich für Plastische- und Ästhetische Chirurgie des Marienkrankenhauses unter Chefarzt Dr. Marcus Großefeld verfügt über viel Erfahrung, die Körperform bei Patienten nach einem starken Gewichtsverlust anzupassen. Nach erfolgreicher Gewichtsabnahme stehen viele Adipositas-Patienten vor dem Problem, das überschüssige Haut an den betroffenen Körperstellen herunterhängt, aneinander reibt und Entzündungen verursacht. Mehr als 95 Prozent der Patienten wünschen sich deshalb eine Korrektur der Körperkontur. Die Kosten für den Eingriff übernimmt in bestimmten Fällen die Krankenkasse.

Im Folgenden finden Sie unser Informationsfaltblatt über die Adipositas-Chirurgie zum Download.