Qualitätsmanagement

KTQ Marienkrankenhaus Schwerte


  • Andreas Berlinger
Telefon:02304 - 109-538
E-Mail:a.berlingermarien-kh.de

Qualitätsmanagement bedeutet im Krankenhaus, alle Arbeitsabläufe zu dokumentieren, Verbesserungen aufzuspüren, um die Qualität der angebotenen Leistungen stetig zu steigern. Die Hauptverantwortung für das Qualitätsmanagement obliegt der Geschäftsführung, für ärztliche Tätigkeiten sind die jeweiligen Chefärzte der Abteilungen verantwortlich, für pflegerische Tätigkeiten die Pflegedienstleitung. Alle Aktivitäten laufen zusammen beim Beauftragten für Projekt- und Qualitätsmanagement. Grundlage des Konzepts bildet ein für das Gesundheitswesen speziell entwickeltes Überprüfungsverfahren. Die Gesellschaft für Kooperation, Transparenz und Qualität (KTQ) durchleuchtet Kliniken und vergibt nach der Überprüfung ein drei Jahre gültiges Qualitätszertifikat. Das Marienkrankenhaus Schwerte bekam 2007 zum ersten Mal das Gütesiegel verliehen, 2010 wurde das nachfolgende Überprüfungsverfahren – ebenfalls mit außerordentlich guten Werten – bestanden. Darüber hinaus stellen sich unsere spezialisierten Zentren – zum Beispiel das Märkische Brustzentrum – ebenfalls den Anforderungen externer Prüfinstitutionen.

Qualitätsbericht-KTQ-Marienkrankenhaus 2010

Qualitätsbericht-Marienkrankenhaus 2010

Qualitätssicherung

In jedem Krankenhaus ist Qualitätssicherung gesetzlich vorgeschrieben (§ 135 bis § 137 SGB V). Zu diesem Zweck erfassen und beobachten wir kontinuierlich verschiedene Qualitätsmerkmale. Die Ergebnisse werden regelmäßig bewertet. und teilweise mit denen anderer Krankenhäuser verglichen (Benchmarking). Die Daten werden in so genannten Qualitätsberichten zusammengestellt und im Internet veröffentlicht.
Interne Daten abseits der medizinischen Parameter werden ebenfalls zur Sicherung unserer Qualität herangezogen. Dazu gehören u.a. folgende Werte:

  • Ergebnisse aus Patientenbefragungen
  • Ergebnisse aus Mitarbeiterbefragungen
  • Ergebnisse aus dem Beschwerdemanagement
  • Befragungen im Rahmen von Projekten
  • Wartezeitenerhebungen
  • Infektionsstatistiken & weitere hygienerelevante Daten
  • Sturzstatistiken
  • Statistik der innerbetrieblichen Fortbildung
  • Statistik der Verwaltung
  • Ergebnisse des Risikomanagements
  • Statistik Arbeitsschutz

Zertifikate

Unsere Qualität lassen wir uns von unabhängigen Institutionen bescheinigen.

Risikomanagement

Ziel des Risikomanagements ist es, mögliche Risiken, Beinahefehler und Ereignisse im Krankenhaus identifizieren und bewerten zu können. Daraus werden geeignete Maßnahmen zur Fehlervermeidung abgeleitet und zukünftige Vermeidungsstrategien entwickelt.

Für die strukturierte Fehlererfassung setzt die Klinik ein spezielles Programm ein, das so genannte Critical Incident Reporting System (CIRS). Hier werden nicht nur bereits geschehene Zwischenfälle, sondern auch Beinahe-Ereignisse, die zu einem Fehler hätten führen können, aufgenommen.

Eine Risikomanagement-Arbeitsgruppe wertet die Eingaben regelmäßig aus.
Zur Risikominimierung im OP wird eine an der Checkliste der WHO-Kampagne „safe surgery saves lives“ angelehnte Checkliste eingesetzt. Der Einsatz ist gebunden an ein Team-Time-Out und betrifft alle Abteilungen.

Zur Vermeidung von Patientenverwechslungen werden zudem Identifikationsarmbänder eingesetzt.

Alle Zwischenfälle und Beinahe-Ereignisse werden in regelmäßigen Veranstaltungen allen interessierten Mitarbeitern des Krankenhauses vorgestellt.
Das Marienkrankenhaus ist Mitglied im Aktionsbündnis Patientensicherheit.
Zur Ausstattung des Risikomanagementsystems gehört ebenfalls das Beschwerdemanagement.

Projekte

Im Marienkrankenhaus werden zahlreiche Projekte durchgeführt, um die Qualität der Dienstleistungserbringung für unsere Patienten kontinuierlich zu verbessern. Unter anderem haben wir bisher 15 Projekte – zum Beispiel Neuorganisation der Patientenaufnahme Zentrale Aufnahme oder Erstellung und Überarbeitung von Behandlungspfaden – abgeschlossen.

  • Neuorganisation der Patientenaufnahme “Zentrale Aufnahme”
  • Erstellung und Überarbeitung von Behandlungspfaden
  • Erarbeitung eines Einarbeitungskonzeptes für neue Mitarbeiter
  • Projektgruppe “Wahrung der Intimsphäre und Datenschutz”
  • Einrichtung der Arbeitsgruppe “QM im Pflegedienst”
  • Externe Personalbedarfsanalyse
  • Externe OP-Analyse
  • Projektgruppe “Pflegerisches und ärztliches Entlassungsmanagement”
  • Einführung eines Risikomanagements (CIRS – anonymes Fehlermeldesystem)
  • Einführung eines Patientenbeschwerdemanagements
  • Projekt zur Optimierung der Arbeitsabläufe auf der Intensivstation
  • Analyse des internen Entlassungsmanagementkonzepts
  • Risikomanagement im OP – Einführung einer Checkliste zur Patientensicherheit
  • Gemeinsames Projekt mit der AOK und der Universität Bielefeld zum Thema “Angehörigentraining und – beratung”
  • Zertifizierung zur “Besucherfreundlichen Intensivstation”

Derzeit arbeiten wir an weiteren Projekten zur Verbesserung unserer Qualität:

  • Projekt Einführung eines Schmerzmanagementsystems
  • Einführung des Pflegesystems Primärpflege (Primary Nursing)
  • Projektgruppe zur Sturzprophylaxe
  • Einrichtung von Intermediate Care-Betten
  • Erarbeitung eines systematischen Berichtswesens
  • Einrichtung einer perioperativen Behandlungseinheit

Innerbetriebliche Fort- und Weiterbildung

Zur Verbesserung der Arbeitsabläufe und Arbeitsergebnisse gehört es, Mitarbeiter permanent zu schulen. Dazu gibt es ein umfangreiches internes Fortbildungsprogramm mit bis zu 20 unterschiedlichen Veranstaltungen in einem Halbjahr.

Kontakt

Wenn Sie mehr über das Qualitätsmanagement wissen möchten, können Sie sich an unseren Beauftragten für das Qualitätsmanagement wenden.