„Im Marienkrankenhaus sind in der Vergangenheit keine Brustimplantate der Firma PIP verwendet worden“, erklärt Dr. Anna Balwanz, Leitende Ärztin des Brustzentrums. Alle Patienten haben einen Implantatpass mit Herstellernachweis ausgehändigt bekommen.
(10.1.2012) Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rät allen Frauen, die ein Implantat der Firma aus Frankreich tragen, dieses entfernen zu lassen. Denn die Billig-Silikonkissen stehen unter dem Verdacht, Krebs zu erzeugen.
Deshalb fordern auch viele Krankenkassen Kliniken auf, betroffene Frauen zu informieren. „Wir können beruhigen. Bei der Rekonstruktion von Brüsten zum Beispiel nach einer Krebserkrankung oder bei Brustvergrößerungen haben wir immer Wert auf Qualität gelegt. Aus diesem Grund sind von uns nie PIP-Präparate in die engere Wahl gekommen, bei Operationen verwendet zu werden“, ergänzt Dr. Peter Huber, Chefarzt der Plastische, Ästhetische & Handchirurgie
Dr. Balwanz und Dr. Huber unterstützen aus medizinischen Gründen die Forderung, Transparenz darüber herzustellen, welche Patientinnen betroffen sind. „Das Material ist gefährlich, die minderwertigen Kissen können porös werden und somit das Silikon in den Körper gelangen“, verweisen die beiden Mediziner darauf, dass bei Patientinnen, die aus medizinischen Gründen Implantate tragen, die Kassen die Entfernung der Implantate bezahlen. Für die anderen Fälle sieht das Gesetz eine Beteiligung der Patientinnen vor. „Wer im Marienkrankenhaus behandelt worden ist, muss sich keine Sorgen machen. Wer sich in anderen Kliniken hat operieren lassen, kann sich gerne von uns beraten lassen.“



