Kündigt sich ein Baby an, mischt sich Freude manchmal schnell mit Unsicherheit. Das ist ganz normal – alle werdenden Mütter und Väter werden mit diesen Gedanken konfrontiert. Da sind vor allem die Sorgen um die Gesundheit der Mutter, des Babys im Mutterleib, Fragen zum Geburtsverlauf, zur Babypflege und zum Leben mit dem Nachwuchs zuhause im Alltag.
Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass werdende Eltern voller Zuversicht und Vertrauen der Geburt ihres Kindes entgegensehen können und sie umfassend auf dieses schöne Ereignis vorbereiten.
Das Marienkrankenhaus verfügt über einen komplett modernisierten Kreißsaaltrakt mit drei Entbindungs- und Aufenthaltsräumen. Eine Entbindungswanne mit der Möglichkeit der Unterwassergeburt steht zur Verfügung, ebenso für den Notfall ein eigener OP-Saal.
Wenn die Zeit gekommen ist, hilft Ihnen unser Infoblatt-zur-Geburt. Denken Sie bitte an Unterlagen und Utensilien, die Sie während des Klinikaufenthaltes benötigen. Eine kleine Übersicht haben wir in der Checkliste-Kliniktasche zusammen gestellt.
Vor der Geburt
Um sich über die Angebote der Elternschule und besonders über das der Geburtshilfe ein Überblick verschaffen zu können, finden regelmäßig Kreißsaalführungen für werdende Eltern an jedem 1. und 3. Montag im Monat um 19.00 Uhr statt (Treffpunkt vor dem Kreißsaal, 3.Etage); einmal pro Quartal darüber hinaus sonntags um 10.00 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Geburt
Damit sie den Start mit dem Baby bewusst, aktiv und frei von unnötigen Zweifeln als Familie erleben können, bemühen wir uns, die Geburt möglichst sanft, natürlich, schmerzfrei auch unter Einsatz homöopathischer Mittel zu begleiten. Aber auch Akupunktur und stärker wirksame Schmerzmittel bis hin zur Periduralanästhesie (ermöglicht eine fast schmerzfreie Geburt) werden rund um die Uhr – auch an den Wochenenden – angeboten.
Besonders bedeutend ist das Hebammenteam, das mit viel Einfühlungsvermögen, Empathie und Kompetenz während der Geburt mit Rat und Tat hilft. Im Marienkrankenhaus stehen zehn fest angestellte Hebammen sowie eine Reihe von frei wählbaren Beleghebammen zur Verfügung.
Unser Anspruch ist, ihnen ein Ambiente mit hohem Wohlfühlfaktor zu bieten, in dem sie ihr Kind auf die Welt bringen können – ohne aber auf die medizinischen Standards verzichten zu müssen
Nach der Geburt
Erfahrene Schwestern begleiten Sie bei den ersten Schritten mit Ihrem Kind, stehen rund um die Uhr zur Seite, geben Ihnen Sicherheit und Zuversicht.
Die Kinderkrankenschwestern beraten Sie in Ernährungsfragen Ihres Kindes und unterstützen Sie beim Erlernen der Pflege. Auch die Väter sind eingeladen, ihr Kind selbst mit den Kinderkrankenschwestern zu versorgen, zu baden, zu waschen und zu wickeln.
Die ansprechend möblierten und hellen Zimmer verfügen über Telefon, Fernseher, eine Nasszelle mit Waschbecken und WC, Wickelkommode und Babybay (Wiege/Beistellbett).
Damit Mutter und Kind viel Zeit miteinander verbringen können, haben Sie auch die Möglichkeit des „Rooming-In”: Sie haben Ihr Baby bei sich im Zimmer – so oft und so lange Sie möchten, auf Wunsch eben auch nachts. Sie können jederzeit mit ihm schmusen, es stillen und wickeln.
Wenn Sie zwischendurch einmal Ruhe brauchen, bringen Sie Ihr Baby in das Neugeborenenzimmer. Hier ist es in der Obhut der Kinderkrankenschwester gut aufgehoben.
Um die Kinder anzulegen, können sich die Mütter ins Stillzimmer zurückziehen. Grundsätzlich unterstützen wir das Stillen, weil die Muttermilch die ideale Ernährung für Ihr Kind ist.
Die Kinderkrankenschwestern und die Schwestern auf der Wochenstation erklären Ihnen, wie Sie die Milchbildung anregen können. Auch können Sie die Angebote unserer Stillambulanz nutzen, die von unserer Stillbeauftragten Petra Stabenow-Herbst geleitet wird.
Während ihres Aufenthaltes können sie sich ganz auf die neue Familiensituation einstellen, ohne sich Sorgen über die Sicherheit machen zu müssen. Jedes Baby erhält ein Namensarmband und ein Identifikationsarmband, um Verwechselungen auszuschließen. Darüber hinaus ist ihr Kind auf Wunsch mit dem so genannten Babyguard gesichert. Zwei leichte Transponder werden um das Beinchen des Babys und um den Arm der Mutter gelegt und aufeinander abgestimmt. Verlässt eine unbefugte Person mit dem Kind die Wochenstation ertönt automatisch ein Alarmsignal. Darüber hinaus schlafen unsere Babys in einem Schlafsack, den sie nach der Entlassung aus der Klinik auch mit nach Hause nehmen dürfen. Studien haben belegt, dass diese Art des Warmhaltens des Kindes am sichersten ist.





